Am Anfang steht ein wochen-, oft monatelanges Suchen und Sammeln geeigneter Bilder. In Bibliotheken, Buchhandlungen und Antiquariaten wird in mühevoller Kleinarbeit alles zusammengetragen, was das Thema der geplanten Collage mit Farbe und Leben erfüllt.
Während die Fotos aus eigenen Büchern herausgeschnitten und gescannt werden können, müssen die Bilder geliehener Bücher mit Hilfe einer hochauflösenden Kamera reproduziert werden.
Je größer die Sammlung, desto sicherer habe ich das passende Einzelbild für den geeigneten Platz, was letztendlich die Stimmigkeit des fertigen Werkes gewährleistet.
Für eine Collage aus 500 Teilen sollte ein Fundus von 3000 oder mehr Einzelbildern vorhanden sein, um aus der Vielfalt der Möglichkeiten die jeweils beste zu wählen.
Doch vor der Kunst steht das solide Handwerk. Aus mehrfach verleimtem Sperrholz und Massivholz-Leisten entsteht ein verwindungsstabiler und doch leichter Rahmen. Dieser wird feingeschliffen, mit einer pigmentreichen, hochweißen Grundierung versehen und nochmals feingeschliffen.
Erst dann kann mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden.
Während Collagen früherer Zeiten zwangsläufig recht grob wirkten durch die in unterschiedlichen Medien gesammelten Einzelteile, (wobei diese Zwangsläufigkeit, oft sicher zu recht, zum besonderen Reiz dieser Technik erklärt wurde), nutze ich heute modernste Reproduktions- Bearbeitungs- und Drucktechniken, um homogene Werke großer Harmonie zu schaffen.
Farbigkeit und Größe jedes einzelnen Bildes - oftmals sogar einzelner Bildbestandteile - werden so lange bearbeitet, bis alles sich ins Ganze fügt.
Jedes Bild wird nach seiner Optimierung mit dem Großformatdrucker Epson Stylus Professional 3880 gedruckt. Mit 9 Ultra-Chrome-Pigmenttinten sorgt dieser Drucker für einen enorm großen Farbraum und eine ausgezeichnete Lichtbeständigkeit.
(Tests der unabhängigen Institute LNE und Wilhelm geben die Haltbarkeit mit 60 bis zu 100 Jahren an, je nach Trägermedium.)
Die so auf Epson Spezial-Papier entstandenen Drucke in Fine-Art Qualität werden unter einer asphärischen Lupe mittels spezieller X-ACTO Cutter hochpräzise geschnitten.
Vor der endgültigen Montage werden die Einzelteile mittels dünner Nadeln provisorisch montiert, um die geplante Komposition auf Ihre Stimmigkeit zu prüfen und eventuell zu optimieren.
Kompliziertere
Teile werden mittels transparenter Schablonen eingepasst.
Der gesamte
Arbeitsprozess besteht aus vielen
Tausend einzelnen Schritten.
Anzahl und Aufwand der anspruchsvollen Schritte bringen es mit sich, dass vom Sammeln des Materials bis zum fertigen Werk vier bis sechs Monate vergehen.
Gelegentlich fügt sich im weiteren Verlauf der Arbeit ein bereits fest montiertes Collagenfragment nicht mehr ausgewogen in seine Umgebung.
In diesem Falle kommt eine ganz andere Kunst zum tragen. Hier muss ein Sieg des Perfektionismus über die Bequemlichkeit errungen werden.
Von der Idee ist der Weg weit bis zum Endprodukt.
Nicht immer passt das Bild, dann geht das Suchen weiter....
Wenn jedes Detail passen soll, dann muss mit Schablonen gearbeitet werden.